Ludwig Meidner

 
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Ludwig                         Meidner                                                      - Selbstbildnis (Ludwig Meidner XXVIII)
Ludwig Meidner
"Selbstbildnis (Ludwig Meidner XXVIII) "
680 €
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Lovis                          Corinth                                                      - Strasse in Königsberg
Lovis Corinth
"Strasse in Königsberg "
950 €
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Berthe                         Morisot                                                      - Jeune fille au repos
Berthe Morisot
"Jeune fille au repos "
820 €
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Pierre                         Bonnard                                                      - Toilette
Pierre Bonnard
"Toilette "
280 €
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Ludwig Meidner

Bernstadt/Schlesien 1884
- Darmstadt 1966


Der junge Ludwig Meidner beginnt auf Wunsch der Eltern zunächst eine Maurerlehre, bricht diese ab und wird 1903 in die Kunst- und Kunstgewerbeschule in Breslau aufgenommen. Meidner verlässt die Schule nach zweieinhalb Jahren und zieht nach Berlin. Bedeutsam für Meidners späteres Werk ist der Unterricht im Radieren, den er bei dem Künstler Hermann Struck nimmt. Nur wenige Gemälde - "Industrielle Stadtlandschaften", die formal und farblich den Werken der französischen Fauves nahe sind, entstehen in den ersten Berliner Jahren. Meidner interessiert sich nicht für den ästhetischen Reiz der Bauwerke, sondern für die aggressive Verdrängung der Natur durch die expandierende Großstadt, die er als bedrohlich und unheimlich schildert. Ludwig Meidner geht 1906 für ein knappes Jahr nach Paris, wo er Amedeo Modigliani kennenlernt. Von existenzieller Finanznot sind die folgenden Jahre in Berlin geprägt. Zu bevorzugten Modellen werden nun befreundete Literaten. Ein wichtiges Jahr für den Künstler ist das jahr 1912: Meidner malt die ersten seiner eindringlichen Selbstporträts und "Apokalyptischen Landschaften", gründet zusammen mit Jacob Steinhardt und Richard Janthur die Gruppe "Die Pathetiker", die in Herwarth Waldens Sturm-Galerie ausstellt. Hier lernt Meidner Robert Delaunay kennen, dessen orphistische Malweise ihn ebenso inspiriert wie die Kunst der italienischen Futuristen. Von existenziellen Ängsten getrieben, wendet er sich religiösen Bildthemen zu. Meidner wird 1916 zum Kriegsdienst eingezogen und dient als Dolmetscher und Zensor in einem Kriegsgefangenenlager. Hier beginnt er zu schreiben. Nach dem Krieg schließt sich Meidner 1918 der "Novembergruppe" und dem revolutionären "Arbeitsrat für Kunst" an. Enttäuscht vom Scheitern der Revolution, zieht sich der Künstler desillusioniert ins Private zurück. Er wendet sich vom Expressionismus ab, der als mittlerweile populäre Kunstrichtung zunehmend kommerziell erfolgreich ist. In Meidners "Autobiographischen Plauderei" distanziert er sich von seinem Frühwerk, verprellt Weggefährten und Freunde. Religiöse Themen, Landschaften, Stillleben und weiterhin Porträts bestimmen fortan sein Werk. 1933 als "entartet" erklärt und als Jude verfolgt, emigriert der Maler nach England und kehrt erst 1953 nach Deutschland zurück. In einer letzten, sehr produktiven Schaffensphase entwickelt er seinen in den 1920er Jahren gefundenen Stil eines malerischen Realismus weiter.